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NOMADEN
Nomaden sind Völker und Volksgruppen ohne festen Wohnsitz. Es gibt Nomaden, die ausschliesslich durch die Weidewirtschaft geprägte Wirtschaftsform, die ohne einen ständigen Wohnsitz, jedoch mit festumgrenzten Weidegebieten (Stammeseigentum), leicht transportablen Zelten und Trag- oder Zug- oft auch Reittieren leben. Man unterscheidet Vollnomaden. Sie leben ohne Ackerbau oft in Symbiose mit Feldbauern.
Die Nomaden leben in sehr bescheidenen Verhältnissen ohne Komfort. Ein wesentlicher Unterschied zwischen nomadischer und sesshafter Lebensweise besteht in der Art, persönliche und häusliche Gegenstände aufzubewahren. Die Gastfreundschaft gehört zu den unumstösslichen Grundwerten der Nomadenvölker. Einem Fremden gegenüber zeigen sie sich zwar erst zurückhaltend und abwartend, aber stets auch neugierig. Vermag dieser ihr Vertrauen zu gewinnen, öffnen sie ihm ihre Zelte und laden ihn ein an ihre Feuerstelle. Die Nomaden benützen normalerweise denselben Sommerweideplatz und das Zelt wird immer am selben Ort aufgeschlagen. Meist findet man eine kleine und eine grosse Feuerstelle vor, mit Steinen aufgebaut und von einer niedrigen Einfassung aus Lehm oder flachen Steinen gerahmt. Die Nomaden ernähren sich recht einfach: Reis, Weizen, Kartoffeln, Gemüse, Butter und Käse sowie Fladenbrot sind ihre Grundnahrungsmittel. Fleisch gibt es nur selten, wenn ein Schaf oder eine Ziege wegen einer Verletzung oder Krankheit geschlachtet werden muss. Besucher werden mit Fladenbrot, gefüllt mit Kräutern und Käse, empfangen. Dazu gibt es Tee, gesüssten Kaffee oder heisse Schafsmilch mit Honig. Angeregte Gespräche, die Klänge einer Hirtenpfeife, die Geschichten der Vorfahren, gemeinsam verlebte Stunden in der Einsamkeit des Hochgebirges.
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